Schuhe / Stiefel
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- Kategorie: Ausrüstung
- Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 22. April 2012
Wenn man zum Kanu fahren aufbricht, sind zwei Paar Schuhe im Grunde ausreichend. Sie müssen sich nur ergänzen. Als erfolgreiche Kombination hat sich auf den Kanutouren folgende Zusammenstellung bewährt: Ein Paar Stiefel für das Tages Geschäft und dann noch ein Paar Freizeit Schuhe.
1. Die Stiefel
Die Stiefel sollten halbhoch sein, so das der Schaft über dem Knöchel endet. Wenn die Stiefel noch höher sind spricht da auch nichts dagegen, sondern hat eventuell mit persönlichen Vorlieben zu tun. In jedem Falle sollten sie aber wasserdicht sein (natürlich bei voller Atmungsaktivität wie alle Hersteller so gerne behaupten).
Die Umgebung bei Kanutouren kann man gut und gerne als feucht bezeichnen, dies liegt schon allein an der Nähe zu Fluss oder See. Während der Tour steigt man ja immer mal wieder aus, um beispielsweise die Stromschnellen zu erkunden welche sich mit lautem Getöse ankündigen. Das Flussufer kann dann von sumpfig bis steinig sein. Oder man hat sein Lager schon aufgeschlagen und möchte jetzt ein bisschen die Gegend erkunden. Dabei ist es hilfreich wenn man Stiefel an hat, welche es einem ermöglichen 2 Stunden durch feuchtes, hohes Gras zu laufen und auch mal in ein Schlammloch zu treten. Anschließend sollte man aber immer noch trockene Füße haben.
Besonders an kniffligen Umtragestellen / Portagen hat man eine Freude an guten Stiefeln. Wenn man das gesamte Gepäck und die Ausrüstung erst über die glitschigen Felsen, dann den Hügel hoch, 500 Meter durch den Wald tragen muss und am Ende noch dieses Mini Sumpf Gebiet durchqueren darf. Mit Sandalen macht das ungefähr genauso viel Spaß wie eine Zahnwurzelbehandlung.
Auch beim Kanu be- oder entladen, steht man hin und wieder im Wasser.
Natürlich kann der Schuh noch so dicht sein, beim Schaft endet diese Eigenschaft sofort, dann läuft das Wasser einfach von oben in den Schuh. Somit kann man mit den Stiefeln auch nur bis zu einer gewissen Wassertiefe im Fluss / See stehen. Aber es ist wirklich hilfreich wenn man nicht jedes mal die Schuhe ausziehen muss nur weil man im Knöchel-hohen Wasser herumwärckeln muss.
Aber irgendwann ist es doch soweit, plötzlich steht man hüfthoch Wasser und die Stiefel sitzen noch an den Füssen.
Wie bei den anderen Kleidungsgegenständen auch, geht es jetzt darum das man diese wieder trocken bekommt und zwar schnell. Auf einer Kanutour ist das Zeitfenster klar: Ein Abend am Lagerfeuer. Dann sollten die Dinger wieder trocken sein.
Wenn man jetzt einen Steigeisen- tauglichen Bergstiefel dabei hat, der mehrere Schichten unterschiedlicher Materialien aufweist, bekommt man den nie und nimmer an einem Abend trocken.
Besser ist da schon ein Stiefel mit dünnem Leder. Das Leder wird vor der Tour ordentlich eingefettet das er auch schön wasserdicht ist. Wenn er dann doch mal nass ist, weil man in einem todesmutigen Einsatz aus dem Kanu gesprungen ist um das kentern zu verhindern:
Sohle raus. Im richtigen Abstand ans Feuer stellen. Immer schön die Hitze kontrollieren. Ein paar mal drehen und der Schuh ist wieder einsatzbereit am nächsten Morgen.
Ein Schuh welcher genau diese Bedinungen erfüllt ist beispielsweise der: Lundhags RANGER MID
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Lundhags Ranger Mid - Trocknung am Lagerfeuer |
Lundhags Ranger - Trocknung am Lagerfeuer mit Sohlen und Socken |
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Der Schuh ist ideal bei Kanutouren. Nun ja, kommt ja auch aus Schweden und daher kann man ihn ohne weiteres als skandinavientauglichen Superschuh bezeichnen. Der hat allerdings auch seinen Preis und in dieser Höhe darf man schließlich auch einiges erwarten. Mit der Anwendung des Zwiebelschalenprinzips sehen wir auch den echten Vorteil dieser Stiefel. Im Winter zieht man 2 bis 3 Paar Socken an, für den Sommer genügt ein Paar. Wer jetzt skeptisch ist. Wir haben es ausprobiert. Silvester beim Eisfischen in Härjedalen, Mitte August in Värmland. Keine Erfrierungen und auch keinen Hitzeschock. Echte solide Handarbeit bei diesem Schuh! Wenn man zum Outdoor Laden seines Vertrauens geht sollten man die verschiedenen Größen auch mit den verschiedenen Anzahlen von Socken ausprobieren, dann findet sich auch die richtige Größe. Und ruhig mal 15 Minuten damit herumlaufen. Ein Schuhverkäufer welcher euch ernsthaft beraten will wird dies auch kommentarlos hinnehme, dieser weiß nämlich das dies die richtige Vorgehensweise beim Schuhkauf ist. Wenn man bereit ist so viel Geld in einen super Stiefel zu investieren, so muss man auch nicht nach 5 Minuten den Laden verlassen. |
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Der Schuh war auch schon bei Wanderungen in Patagonien im Einsatz. Tagesdistanz ca. 23 Kilometer, mit Gepäck, hoch und runter. Hier wurde der Tragekomfort nicht mehr als super empfunden, sprich es gab dicke Blasen an der Ferse. Allerdings muss man hier erwähnen, dass die Lundhags Stiefel leider eine halbe Nummer zu klein in Schweden geordert wurden. Sie haben also nicht die perfekte Größe. Bei 2 stündigen Erkundigungstouren in sumpfiger Umgebung war dieser Aspekt nie kritisch. „Ich würde sie jederzeit wieder kaufen! (In der richtigen Größe“)
Egal ob ihr nur nun die Lundhags, Moon Boots oder sonstige Stiefel bevorzugt. Mit solchen globigen Teilen ist es dann nicht mehr möglich sich, galant wie Sascha Hehn zu Zeiten der Schwarzwaldklinik, in ein Kajak zu schwingen. Da bleibt ihr wohl stecken. Beim Kajak Paddeln müsst ihr also, zumindest so lange ihr drin sitzt, doch auf schlanken Neopren Schühchen zurück greifen.
2. Der Freizeitschuh
Zwei Paar Schuhe machen schon alleine deshalb Sinn weil, wie eben oben erwähnt, es gut sein kann, dass die Stiefel mal zum trocknen ans Feuer müssen. Es ist aber auch einfach gemütlicher wenn man abends aus den Stiefel raus kann um die Füße noch etwas auszulüften.
| Ein leichtes paar Turnschuhe erfüllen dabei gut ihren Zweck. Zumindest sagt das eine der Redaktion bekannte Person, welcher diesbezüglich auch vertraut werden kann. Eine andere Riege vertritt bei dem Thema "idealer Freizeitschuh auf Kanutouren" ein anderes Model: Den CROCS mit Fersen Schnalle. Trotz hinterhältiger Anfeindungen denen sich der Autor ausgesetzt sieht, trägt er diesen potthässlichen Schuh mit Vorliebe im skandinavischen Outback. Der Schuh weist dabei folgende Vorteile auf:
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Bild: Das CROCS Schicksal - Total hässlich, trotz allem geliebt |
Bild: Hier zu sehen in der Kombination mit Neopren Socken |
Wenn die Situation im Wasser allerdings wirklich kritisch ist. Das heißt zum Beispiel man muss sich durch hüfthohes Wasser bei starker Strömung fortbewegen. So soll man lieber die Stiefel anlassen und akzeptieren das man sie abends am Lagerfeuer trocknen muss. Der Stand im Flussbett ist hier einfach wesentlich besser und die Sicherheit sollte hier über die Faulheit siegen.
Oder man vergisst diesen Artikel komplett und macht es wie die Schweden. Die tragen bei dieser Art von Outdoor Aktivitäten bevorzugt eines:
GUMMISTIEFEL










