Mücken / Moskitos
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- Kategorie: Während der Kanutour
- Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 09. Mai 2012
Wir lieben Mücken!
Die gemeine Mücke ist der ideale Soldat. Er beschützt uns vor der feindlichen Invasion derjenigen Menschen welche die Natur gerne ihren eigenen Bedürfnissen anpassen möchten. Ohne die Mücken wäre ganz Skandinavien überlaufen von Leuten die denken, in der freien Natur läuft es ab wie auf Malorca.
Voller Komfort, ohne Einschränkungen, und dann sich noch über schlechtes Wetter beschweren obwohl man doch daheim seine schöne gebräunte Gesichtsfarbe präsentieren möchte um möglichst viele neidvolle Gesichter zu sehen.
Würde es die Mücken nicht geben, wäre Skandinavien das Reiseziel Nummer 1 aller Europäer. Und dann wäre Skandinavien nicht mehr das, was es ist, nämlich in vielen Gegenden wunderschön einsam und ruhig. Ein Gebiet wo es noch wirklich vorkommen kann das man über Tage keine anderen Menschen trifft.
Somit sollte klar sein: Der Tag in Schweden, Finnland oder Norwegen beginnt erst einmal damit, dass man aus dem Zelt krabbelt, auf die Knie fällt und den Mücken den blanken Hintern zum Frühstück hinhält.
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Bild: Mücke kurz bevor sie ins Paradies befördert wird
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Nun ja, jedenfalls gehören Stechmücken zu Schweden, Norwegen und Finnland genauso wie Wald, Trolle oder Köttbullar. Es gibt sie überall, und unter gewissen Umständen treten sie zu Millionen auf.
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Ja, es gibt natürlich auch noch Insektenschutzmittel. Die letzten Jahre hatten wir „Anti Brum“ im Einsatz. Das Zeug wirkt auch, zwar nicht wie angegeben bis zu 8 Stunden, aber doch ca. 30 bis 90 Minuten. Wenn einem das Zeug aber mal mit dem Schweiß in die Augen oder über die Lippen läuft, weiss man auch wieso diese Substanz eine gewisse Wirkung auf die Viehcher hat:
Gut, es steht ja auch auf der Verpackung drauf dass die Flaschen, wenn sie leer sind, in den Sondermüll müssen, man das Zeug nicht häufiger als zweimal an Tag anwenden soll, und es beim Einatmen zu Schwindelanfällen führen kann. Vermutlich kann man sich auch Batteriesäure ins Genick spritzen, das dürfte die selben Auswirkungen auf Mückenschutz und Gesundheit haben. Nun ja, wir hatten jedenfalls meist vier Flaschen von dieser chemischen Waffe dabei und waren recht froh darüber. Direkt angesprühte Mücken lösen sich augenblicklich in kleine Rauchwölkchen auf...
Ungünstig wirkt sich im übrigen auch ein Fetisch für enge Klamotten aus. Die Mücken in Skandinavien sind echte Monster was das angeht, die stechen teilweise durch den Stoff und dann in die Blutbahn. Hierbei kommt es natürlich sehr stark auf das Gewebe an welches für die Kleidung verwendet wird. Man kann die „Dichtheit“ eines Stoffes eigentlich recht gut erahnen wenn man diesen mal in die Hand nimmt und fühlt. Ein Latex- Ganzkörperanzug aus dem SM- Laden wäre da sicher ein geeignetes Kleidungsstück. Diesr bringt aber dann auch wieder Nachteile wie zum Beispiel schwitzen. Auch eine (vorurteilsfreie) Kontaktaufnahme zu andern Kanuten könnte schwieriger werden, wenn man mit so einem Ding im Kanu sitzt. Da kann es durchaus passieren dass das andere Kanu sich spontan zu einem Paddel-Sprint Training entschliesst wenn diese erkannt haben was man so am Körper trägt.
Outdoor Hersteller werben oft mit der Bezeichnung „mückendicht“ auf ihren Kleidungsstücken. Allerdings reicht es auch wenn der Stoff einfach nur eine gewisse Dicke hat, so ein Moskitorüssel ist schliesslich keine 5 cm lang. Dicke Fleece Jacken sind da ein sehr guter Schutz. Wer daheim also gerne herum rennt wie eine Presswurst, sollte bei einer Kanutour lieber eine Variante wählen welche nicht ganz so eng am Körper anliegt.
Doch manchmal geht es nicht anderes: da kommt das Moskito-Netz über den Hut, die Hose in die Socken, die Hände in die Taschen und dann kann man sich einfach auf den Boden legen während die Viecher um einen herumschwirren und probieren eine Lücke zu finden.

Ein seltener Anblick: Eine einzelne Mücke konnte fotografiert werden!







